Konflikte um den industriellen Bergbau in Subsahara-Afrika

 

Projektleiterin: Jun.-Prof. Dr. Bettina Engels
Projektbearbeiterin: Melanie Müller
Förderzeitraum: Oktober 2015 bis Mai 2016
Fördervolumen: 19 Tsd. Euro

 

Zusammenfassung

 

Die Pilotstudie befasst sich mit der übergeordneten Frage, welche Konflikte gegenwärtig im Zusammenhang mit dem industriellen Bergbau in Subsahara-Afrika zu verzeichnen sind. Ziel der Pilotstudie ist es, empirisches Wissen über Konflikte um den industriellen Bergbau in Subsahara-Afrika zu generieren und zu systematisieren. Sie fragt danach,

-    welches die zentralen Gegenstände dieser Konflikte sind

-    welche Akteure sich in diesen Konflikten gegenüberstehen

-    welche Formen des Konfliktaustrags (gewaltsam und gewaltfrei) auftreten

-    inwiefern sich andere gesellschaftliche und politische Konflikte (etwa um politische Partizipation und Teilhabe, den Zugang zu natürlichen Ressourcen, den „richtigen“ Entwicklungsweg, kulturelle Repräsentation sowie Verteilungskonflikte) in Konflikten um Bergbau widerspiegeln

-    welche Konfliktkonstellationen und -dynamiken als typisch für bestimmte Kontexte und Bedingungsgefüge zu identifizieren sind.

Methodisch geht die Studie in drei Schritten vor: Im ersten Schritt erfolgen auf der Grundlage geologischer, geoökologischer und sozioökonomischer Daten, der bestehenden Literatur, Dokumenten von Regierungen, Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen und Think Tanks sowie einer systematischen Auswertung von Presseberichten eine Bestandsaufnahme und ein Mapping von Bergbauaktivitäten und -konflikten in Subsahara-Afrika allgemein. Ziel ist die Identifikation von fallübergreifend zu beobachtenden Merkmalen: Welche Konfliktformen, Akteurskonstellationen und Verläufe lassen sich beobachten? Im zweiten Arbeitsschritt werden diese Merkmale systematisiert und an ausgewählten Fallbeispielen illustriert. Im dritten Schritt werden darauf aufbauend weiterführende Forschungsfragen und Hypothesen sowie Politikempfehlungen formuliert.

Ergebnisse der Studie werden eine systematisierende Übersicht gegenwärtiger Konflikte um industriellen Bergbau in Subsahara-Afrika, eine Typologie von Konfliktkonstellationen und -verläufen sowie empirisch begründete Hypothesen über die Zusammenhänge zwischen Akteurskonstellationen, Gegenständen und Dynamiken von Bergbau-Konflikten sein. Für entwicklungspolitische staatliche und nichtstaatliche Akteure können auf dieser Grundlage Handlungsempfehlungen zur konfliktsensiblen und krisenpräventiven Planung, Durchführung und Evaluierung von Vorhaben in den Bereichen Wirtschaftsförderung und Management natürlicher Ressourcen formuliert werden. Darüber hinaus sind Politikempfehlungen zur nachhaltigen Gestaltung von Rohstoffpolitiken möglich, etwa bei der Entwicklung von Kriterien für zertifizierte Rohstoff-Handelsketten.

 

Abstract

 

The pilot study deals with conflicts as related to industrial mining in sub-Saharan Africa. The study aims to generate systematic empirical insights into conflicts over industrial mining in sub-Saharan Africa. The study asks

-   which are the causes of these conflicts

-   which actors oppose each other in these conflicts

-   how these conflicts are dealt with in violent or non-violent ways

-  whether other societal or political conflicts (conflicts over participation, access to and control over natural resources, the path of development, cultural representation) are reflected in conflicts over mining

-  which conflict constellations and dynamics can be identified as characteristic for certain contexts and conditions

Methodologically, the study follows three steps: the first step is a mapping of conflicts based on geological, geo-ecological, and socio-economic data, on existing literature, on documents from governments, companies, non-governmental organisations and think tanks and on a systematic evaluation of press reports. The mapping aims to identify factors across cases: which forms of conflicts, constellations of actors and courses can be observed? The second step includes the systematisation of these factors, their specification and their illustration with selected examples. The third step contains the formulation of further research questions and hypotheses and the formulation of policy recommendations.

The results of the study will be a systematic overview of current conflicts over industrial mining in sub-Saharan Africa, a typology of conflict constellations and their courses, and also the formulation of evidence-based hypotheses about the correlation of actor constellations, the causes of conflicts and their dynamics. The results of the pilot study will make it possible to formulate policy recommendations for a conflict-sensitive and crisis-preventive design (as well as its implementation and evaluation) for governmental, non-governmental, and private actors in the fields of the extractive industries and the management of natural resources. In addition policy recommendations for a sustainable design of resource governance can be concluded, for example developing criteria for certified supply chains in the context of resource extraction.

AUS DEN GREMIEN:

 

Neuberufungen in den Stiftungsrat

 

Neues Führungsteam der DSF

 

Neue Mitglieder im Wissenschaftlichen Beirat

 

schneckener aktuell
Informationen zur Teilnahme des Vorstands-Vorsitzenden an Kick-off conference

 

Veranstaltungen der Stiftung:

 

Workshop der Stiftung und Fachsymposion von DSF und FONAS in Berlin

 

Transferveranstaltungen im Rahmen des Projektes „Salafismus in Deutschland. Forschungsstand und Wissenstransfer“

 

15 Jahre Deutsche Stiftung Friedensforschung

Veranstaltung aus Anlass des 15jährigen Bestehens der Stiftung
10. März 2016, 18 Uhr, Friedenssaal des historischen Rathauses der Stadt Osnabrück

zum Bericht

 

NEU IN DER PROJEKTFÖRDERUNG

FÖRDERKONZEPT DSF

 

Foerderkonzept



 

 

NEUE PUBLIKATIONEN

Stiftungseigene Veröffentlichungen

 

Projektpublikationen

 




Handbook on Sustainability Transition and Sustainable Peace
Herausgeber: Brauch, H.G., Oswald Spring, Ú., Grin, J., Scheffran, J. (Eds.) 
Springer 2016

 

dembinski

 

"Auslandseinsätze evaluieren. Wie lässt sich Orientierungswissen zu humanitären Interventionen gewinnen?" von Matthias Dembinski und Thorsten Gromes, HSKF-Report Nr. 8/2016

 

peacebuilding


Peacebuilding in Crisis
Rethinking Paradigms and Practices of Transnational Cooperation
Edited by Tobias Debiel, Thomas Held, Ulrich Schneckener
Routledge 2016

neueste Rezension in: Wissenschaft und Frieden 3/2016, S. 55-56

 

 

 

 

friedensgutachten 2017 

 

 

 

 

Friedensgutachten 2017

 

 

frieden lernen cover 

Frieden lernen mit Reportagen

 

 

 

 


 

 

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