Parliaments and Security Policy: Control, Legitimacy, and Effectiveness of Foreign Policy Decision


Frankfurt a.M., 22.-23. September 2016
Projektleiter: Dr. Dirk Peters, Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung und Dr. Patrick Mello, TU Dresden
Fördersumme: 11 Tsd. Euro

 

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Zusammenfassung

 

Um die Rolle des Parlaments in der Sicherheitspolitik wird immer wieder gestritten. Ist

parlamentarische Beteiligung notwendig, um die demokratische Legitimität in diesem

Politikfeld zu gewährleisten? Oder gehört die Sicherheitspolitik in die exklusive Kompetenz

der Regierung, da dieser Bereich besondere Anforderungen an den Ablauf und die

Geheimhaltung von Entscheidungen stellt? Parallel zur politischen Debatte hat sich in den

letzten Jahren auch die Friedens- und Konfliktforschung der Rolle von Parlamenten in der

Sicherheitspolitik zugewandt. Hier richtet sich die Aufmerksamkeit vor allem darauf, wie

weitreichend Parlamente an Entscheidungsprozessen zu militärischen Einsätzen beteiligt

werden. Die Forschung setzt sich aber auch zunehmend mit der Frage auseinander, ob sich

parlamentarische Beteiligung an solchen Entscheidungen auf die Gestaltung der

Sicherheitspolitik auswirkt und somit letztlich zu einer friedlicheren Außenpolitik führt. Damit

leistet sie auch einen Beitrag zum Kernanliegen der Friedensforschung.

Das Tagungsprojekt knüpft an diese Diskussionen an. Es hat zum Ziel, aktuelle

Entwicklungen zu erörtern, den Forschungsstand weiterzuentwickeln und

Orientierungswissen für die politische Debatte zu generieren. Dabei weitet die Tagung den

Blick über den Anfang der politischen Wirkungskette hinaus auf drei Dimensionen in der

Beziehung zwischen Parlamenten und Sicherheitspolitik aus. Der Workshop ist daher

entlang von folgenden Leitfragen gegliedert:


  • Worin liegen die Ursachen für die unterschiedliche Stärke von Parlamenten?

  • Welche Faktoren beeinflussen die Inhalte parlamentarischer Entscheidungen?

  • Welche Effekte erzeugt parlamentarische Beteiligung in der Sicherheitspolitik?

Im Hinblick auf alle drei Fragen gehen die Tagungsbeiträge über die verbreitete Sichtweise

von Parlamenten als einheitlichen Akteuren hinaus, beziehen neben nationalen Parlamenten

auch die supranationale Ebene mit ein und untersuchen außer der zentralen Frage von

Parlamentsbeteiligung bei Militäreinsätzen auch andere Felder der Sicherheitspolitik, wie

Rüstungsprojekte, Antiterrormaßnahmen oder die Überwachung der Geheimdienste.


Project Summary

 

The role of parliaments in security policy remains a matter of intense debate. Is

parliamentary involvement necessary for a legitimate democratic process? Or does security

policy fall under the exclusive competence of the executive, due to specific requirements

concerning secrecy and procedure? In parallel with this political debate, academic research

has increasingly turned its attention to the role of parliaments in security policy in recent

years. Its focus rests particularly on the question to which extent parliaments are involved in

decision-making on military operations. But studies have also investigated whether

parliamentary involvement affects the formulation and contents of security policy and,

eventually, results in a more peaceful foreign policy. Such studies address a central concern

of peace research.

The workshop picks up these debates and aims to move them forward. It will take

stock of current developments, further develop the state of research in this area, and

generate knowledge to inform the political debate. Specifically, the workshop widens the

perspective beyond the initial steps of the decision-making procedure to examine three

dimensions of the relationship between parliaments and security policy. Hence the workshop

is structured along the following guiding questions:

  • What are the causes of different degrees of parliamentary strength?

  • Which factors influence the contents of parliamentary decisions?

  • What are the effects of parliamentary involvement in security policy?

Specifically, the contributions to the workshop will go beyond the widely held conception of

parliaments as unitary actors, move beyond the national context to include the supranational

level, and investigate other areas of security policy in addition to the central issue of

parliamentary involvement in military deployments, such as intelligence matters, arms policy,

or anti-terrorism measures.

AUS DEN GREMIEN:

 

Neuberufungen in den Stiftungsrat

 

Neues Führungsteam der DSF

 

Neue Mitglieder im Wissenschaftlichen Beirat

 

schneckener aktuell
Informationen zur Teilnahme des Vorstands-Vorsitzenden an Kick-off conference

 

Veranstaltungen der Stiftung:

 

Workshop der Stiftung und Fachsymposion von DSF und FONAS in Berlin

 

Transferveranstaltungen im Rahmen des Projektes „Salafismus in Deutschland. Forschungsstand und Wissenstransfer“

 

15 Jahre Deutsche Stiftung Friedensforschung

Veranstaltung aus Anlass des 15jährigen Bestehens der Stiftung
10. März 2016, 18 Uhr, Friedenssaal des historischen Rathauses der Stadt Osnabrück

zum Bericht

 

NEU IN DER PROJEKTFÖRDERUNG

FÖRDERKONZEPT DSF

 

Foerderkonzept



 

 

NEUE PUBLIKATIONEN

Stiftungseigene Veröffentlichungen

 

Projektpublikationen

 




Handbook on Sustainability Transition and Sustainable Peace
Herausgeber: Brauch, H.G., Oswald Spring, Ú., Grin, J., Scheffran, J. (Eds.) 
Springer 2016

 

dembinski

 

"Auslandseinsätze evaluieren. Wie lässt sich Orientierungswissen zu humanitären Interventionen gewinnen?" von Matthias Dembinski und Thorsten Gromes, HSKF-Report Nr. 8/2016

 

peacebuilding


Peacebuilding in Crisis
Rethinking Paradigms and Practices of Transnational Cooperation
Edited by Tobias Debiel, Thomas Held, Ulrich Schneckener
Routledge 2016

neueste Rezension in: Wissenschaft und Frieden 3/2016, S. 55-56

 

 

 

 

friedensgutachten 2017 

 

 

 

 

Friedensgutachten 2017

 

 

frieden lernen cover 

Frieden lernen mit Reportagen

 

 

 

 


 

 

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