DSF setzt Format der Strategietagungen fort

Die Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF) wird das Kooperationsformat der Strategietagungen auch künftig anbieten. Der Stiftungsrat stimmte zu, die Strategietagungen aufgrund der positiven Erfahrungen der vergangenen Jahre fortzuführen. Ziel des Formats ist es, neue Impulse für die Friedens- und Konfliktforschung zu setzen, wissenschaftliche Vernetzungen zu stärken und Kooperationen mit angrenzenden Fachdisziplinen und Forschungsfeldern anzustoßen. Für die Durchführung einer Strategietagung können Fördermittel von bis zu 25.000 Euro bereitgestellt werden.

Strategietagungen bringen Forschende aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Kontexten zusammen und schaffen Gelegenheiten, gemeinsame Fragestellungen zu identifizieren, Forschungsaktivitäten sichtbarer zu machen und neue Kooperationszusammenhänge zu entwickeln. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die Veranstaltungen einen wichtigen Beitrag leisten können, um

  • Fachdisziplinen und Forschungsfelder stärker mit der Friedens- und Konfliktforschung zu vernetzen,
  • die Wahrnehmung friedens- und konfliktrelevanter Forschung zu erhöhen,
  • den wissenschaftlichen Austausch nachhaltig zu stärken,
  • Barrieren für die Zusammenarbeit abzubauen,
  • interdisziplinäre Perspektiven zu fördern,
  • neue Forschungsprojekte anzustoßen,
  • Early Career Scientists einzubinden sowie
  • die internationale Anschlussfähigkeit von Forschung zu stärken.

Die DSF als Kooperationspartnerin

Die Strategietagungen werden von wissenschaftlichen Einrichtungen gemeinsam mit der DSF entwickelt und umgesetzt. Die Stiftung tritt dabei als Kooperationspartnerin auf. Mögliche Partner sind Forschungsinstitute, wissenschaftliche Netzwerke oder eine Professur mit einschlägigen Themenschwerpunkten. Je nach Zielsetzung können auch mehrere Partner beteiligt werden.

Ein festes Veranstaltungsformat gibt es nicht. Die Ausgestaltung orientiert sich an den jeweiligen Zielen und Fragestellungen. Strategietagungen können beispielsweise dazu dienen, den Forschungsstand eines Themenfeldes zu bilanzieren, neue Forschungsfelder für die Friedens- und Konfliktforschung zu erschließen oder Schnittstellen zu benachbarten Forschungsbereichen zu identifizieren. Zugleich sollen sie die fachinterne und interdisziplinäre Vernetzung fördern und internationale Bezüge stärken.

Die DSF legt besonderen Wert darauf, Early Career Scientists aktiv einzubinden und ihnen die Teilnahme an den Veranstaltungen zu ermöglichen.

Hintergrund

Zwischen 2022 und 2025 unterstützte die DSF im Rahmen des Fördermoduls „Strategische Vernetzung“ insgesamt vier Strategietagungen mit unterschiedlichen Fachdisziplinen und Forschungsfeldern (mehr zu den bisherigen Strategietagungen hier). Die Initiative ging auf Empfehlungen des Wissenschaftsrates zurück, der in seiner Evaluation der Friedens- und Konfliktforschung die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit und die stärkere Einbindung unterrepräsentierter Fachdisziplinen hervorgehoben hatte.

Da die DSF bei Strategietagungen stets als Kooperationspartnerin beteiligt ist, handelt es sich nicht um ein reguläres Förderangebot im Rahmen des Förderkonzepts, sondern um ein eigenes Kooperationsformat der Stiftung.

Interesse an einer Strategietagung?

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie wissenschaftliche Einrichtungen, die eine Idee für eine Strategietagung haben, sind eingeladen, Kontakt mit der Geschäftsstelle der DSF aufzunehmen. Die Stiftung berät zu den Zielen des Formats, möglichen Kooperationskonstellationen und den Voraussetzungen für eine Umsetzung. Strategietagungen können nicht wie andere Projekte über das Förderportal beantragt werden.