Förderlinie „Neue Technologien“

Die Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF) schrieb 2018 und 2019 Fördermittel in einer Gesamthöhe von 600 Tsd. Euro aus, um wissenschaftliche Projekte im Themenbereich „Neue Technologien: Risiken und Chancen für internationale Sicherheit und Frieden“ anzuschieben. Dies geschah mit der Zielsetzung das Forschungsfeld in den Bereichen Rüstungskontrolle und Abrüstung zu stärken. Die Stiftung regte mit ihrer Ausschreibung zu fächerübergreifender Zusammenarbeit an.

Die Ausschreibung richtete sich primär an die Natur- und Technikwissenschaften, Sozialwissenschaften sowie an die Rechtswissenschaft. Die Ausschreibung ist in der wissenschaftlichen Community auf positive Resonanz gestoßen. Die ersten drei Projekte sind bereits angelaufen. Aus der diesjährigen Runde werden noch Forschungsprojekte in die Förderung aufgenommen.

Gefördert wurden insbesondere Vorhaben mit

  • übergeordneten Fragestellungen und Querschnittsthemen,
  • einer hohen Synthesefähigkeit und Praxisrelevanz,
  • einem Anspruch auf innovative nationale und internationale
    Forschungskooperationen und
  • dem Anspruch auf multi- und interdisziplinäre Formen der wissenschaftlichen Forschung.

Die Stiftung wird mit einer internationalen Fachtagung unter maßgeblicher Beteiligung der Projektnehmer*innen die Förderlinie abschließen. Die drei bewilligten Projekte finden sie hier:

Thema: „Neue Technologien als Problem und Hilfe in der Verifikation“

Projektart: internationale wissenschaftliche Tagung

Tagungsprogramm

Ort/Datum: Frankfurt a. M., 21. bis 22. September 2018

Projektleiter: Dr. Niklas Schörnig, Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung

Fördersumme: 17 Tsd. Euro

Thema: „Algorithmen und Künstliche Intelligenz als Game Changer? Moderne Waffensysteme zwischen Erwartung und Wirklichkeit“

Projektart: Standardprojekt

Projektleiter: Dr. Christian Alwardt und Herrn Prof. Dr. Götz Neuneck, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH)

Fördersumme: 97 Tsd. Euro

Thema: „Konflikte aus der Anwendung von Gene Drives? Eine Untersuchung zur Sondierung ihres Potenzials und möglicher Folgewirkungen“

Projektart: Piloststudie

Projektleiter: Dr. Gunnar Jeremias, CFvW-Zentrum für naturwissenschaftliche Friedensforschung der Universität Hamburg

Fördersumme: 40 Tsd. Euro