Zusammenfassung
Vom 11. bis 13. September 2025 findet an der Freien Universität Berlin die 20. Jahrestagung der European Society of International Law (ESIL) zum Oberthema Reconstructing International Law statt. Die Jahrestagungen der ESIL verfolgen das Ziel, einen gemeinsamen europäischen Rahmen für die völkerrechtliche Forschung zu bieten. Die Themenstellung nimmt die vielfältigen Herausforderungen der Völkerrechtsordnung – Klimakrise, Ukraine-Krieg, Terrorismus, Gaza-Krieg, Pandemien – zum Ausgangspunkt, will aber über die Diagnose von Krisenerscheinungen hinausweisen und durch den Fokus auf „Rekonstruktion“ eine im Wortsinn konstruktive und nach vorne weisende Perspektive für das Völkerrecht aufzeigen. Dabei werden sowohl historische und theoretische Zugänge eröffnet als auch auf rechtsdogmatische, praktische und institutionelle Fragen abzielende Beiträge eingebunden. Der Anspruch der Tagung ist es, durch diese Themensetzung einen bleibenden Impuls für völkerrechtswissenschaftliche Debatten in Europa und darüber hinaus zu setzen.
Die ESIL ist die größte und wichtigste Fachvereinigung des Völkerrechts auf europäischer Ebene mit mehr als 1.500 Mitgliedern. Sie richtet an wechselnden Orten in einem jährlichen Rhythmus ihre Jahrestagung aus, deren Ausrichtung auf Grund einer kompetitiven Ausschreibung vergeben wird. An der Tagung in Berlin werden mehr als 500 Personen teilnehmen. Die Jahrestagungen der ESIL haben eine herausgehobene Bedeutung für die Völkerrechtswissenschaft. Es handelt sich um die größte und wichtigste regelmäßig in Europa stattfindende Völkerrechtskonferenz und im weltweiten Maßstab um die neben der Jahrestagung der American Society of International Law am meisten beachtete Veranstaltung.
Die Tagung wird in Berlin von Prof. Dr. Helmut Philipp Aust und Prof. Dr. Heike Krieger ausgerichtet.
Abstract
From September 11 to 13, 2025, the 20th Annual Conference of the European Society of International Law (ESIL) will take place at Freie Universität Berlin on the theme of Reconstructing International Law. The ESIL annual conferences aim to provide a common European framework for international law research. The conference theme takes as its starting point the manifold challenges facing the international legal order—the climate crisis, the war in Ukraine, terrorism, the war in Gaza, pandemics—but seeks to go beyond a diagnosis of crisis phenomena and, by focusing on “reconstruction,” to point to a literally constructive and forward-looking perspective for international law. It will open up historical and theoretical approaches and include contributions addressing legal, practical, and institutional issues. The conference aims to provide lasting impetus for debates on international law in Europe and beyond.
ESIL is the largest and most important professional association for international law at the European level, with more than 1,500 members. It holds its annual conference at different locations each year, with the venue being selected on the basis of a competitive tender. More than 500 people will attend the conference in Berlin. The ESIL annual conferences are of outstanding importance for international law. It is the largest and most important international law conference held regularly in Europe and, on a global scale, the most highly regarded event alongside the annual conference of the American Society of International Law.
The conference will be hosted in Berlin by Prof. Dr. Helmut Philipp Aust and Prof. Dr. Heike Krieger.
