Friedensgutachten 2019

Internationale Institutionen und ihre Regelwerke stehen unter Druck

Unter dem Motto „Vorwärts in die Vergangenheit? Frieden braucht Partner“ ist dieses Jahr die Zerrüttung der multilateralen Institutionen und Regelwerke zentral. Altbewährte Partnerschaften werden den Anforderungen der komplexen Moderne nicht länger gerecht und stehen auf dem Prüfstand. Im besonderen Fokus steht die drohende Krise der nuklearen Weltordnung durch die Erosion der Beziehungen zwischen Russland und den USA. In Zeiten wachsender Spannungen zwischen Staaten sowie Menschen über die Themen der nuklearen Abrüstung und Nichtverbreitung  müssen neue Strategien der Kontrolle und Kooperation geschaffen werden. Das Friedensgutachten befasst sich mit diesen Ansätzen und neuen Visionen für die Zukunft.

Im Gutachten werden neue Kooperationsmöglichkeiten zwischen Staaten, NGOs und Institutionen in den einzelnen Feldern der Friedens- und Konfliktforschung beleuchtet sowie Policy-Empfehlungen für die Außenpolitik der Bundesrepublik formuliert.Seit 2007 fördert die DSF die Publizierung des Friedensgutachten, in dem sich die Forschungsinstitutionen BICC, INEF, HFSK und IFSH mit aktuellen Themen der Friedens- und Konfliktforschung befassen. Das Gutachten soll Erkenntnisse der Wissenschaft in die Praxis und Öffentlichkeit vermitteln.