Rede anlässlich der Gedenkveranstaltung „Erwache für den Frieden“ in Langemark

Im November 2018 hielt der Vorsitzende des Vorstandes der DSF Prof. Dr. Ulrich Schneckener auf Einladung bei einem von der flämischen Zivilgesellschaft organisierten Gedenken „Erwache für den Frieden“ („Wakker voor Vrede“) eine Rede. Die Veranstaltung erinnerte an das Ende des Ersten Weltkrieges in Langemark/West-Flandern vor 100 Jahren. Der Ort galt als sagenumwobenes Schlachtfeld, welches als Epos in der Vergangenheit vermehrt missbraucht wurde. Die Veranstaltung fand in der St. Paulus-Kerk statt, die im Weltkrieg komplett zerstört wurde. Rund 800 Gäste, darunter auch der belgische Staatssekretär, der für das Weltkriegs-Gedenken zuständig ist, Herr Paul Breyne, und der deutsche Botschafter in Belgien, Herr Martin Kotthaus, nahmen daran teil.

Gemeinsam mit Botschafter Kotthaus besuchte Schneckener den deutschen Soldatenfriedhof in Langemark, auf dem die sterblichen Überreste von mehr als 44.000 Soldaten liegen. Der Vorstandsvorsitzende fasste seine Eindrücke zusammen: „In jedem Fall hat mir der Besuch in West-Flandern – zum wiederholten Male – vor Augen geführt, wie lange Gewalterfahrungen im kollektiven Bewusstsein nachwirken und wie sehr Aussöhnung und Verständigung, auch mit unseren engsten europäischen Partnern, eine Daueraufgabe deutscher Außen- und Europapolitik bleiben muss“.

Der Redebeitrag wurde letztes Jahr auch am Jahrestag des Waffenstillstands von Compiègne (11. November 1918) auf Flämisch von der belgischen Tageszeitung De Standaard veröffentlicht.

Rede des Vorsitzenden des Vorstandes

Prof. Dr. Ulrich Schneckener

Zentrum für Demokratie- und Friedensforschung (ZeDF) der Universität Osnabrück

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