Feministische Friedensforschung im deutschsprachigen Raum – eine Synthesestudie mit Handlungsempfehlungen für Forschung und Hochschullehre
Feministische Außenpolitik, die UN-Agenda „Frauen, Frieden, Sicherheit“, geschlechtsbasierte Kriegsgewalt, Frauenrechte als Menschenrechte – die aktuellen politischen Herausforderungen unterstreichen die Relevanz des von der feministischen Friedens- und Konfliktforschung bearbeiteten Themenspektrums. Im wissenschaftlichen Mainstream besteht dennoch eine Marginalisierung der Themen fort, wie der Bericht des Wissenschaftsrats zur Weiterentwicklung der Friedens- und Konfliktforschung in Deutschland (2019: 72) verdeutlicht.
Dessen ungeachtet hat die feministische Friedens- und Konfliktforschung im deutschsprachigen Raum in den vergangenen drei Jahrzehnten eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. Den aktuellen Forschungsstand in Form einer Synthesestudie systematisch zu erheben und damit zu ihrer Stärkung beizutragen, ist das Ziel dieses Projektvorhabens. Mit Blick auf die vom Wissenschaftsrat (ebd.) geforderte Internationalisierung, Interdisziplinarität und Vernetzung zielt das Vorhaben auf Folgendes ab:
Durch die systematische Erhebung und den Abgleich mit dem internationalen Diskurs werden Spezifika im deutschsprachigen Raum deutlich, aber auch Leerstellen herausgearbeitet. Die Vorgehensweise des Systematic Review ermöglicht zudem, auch Themenfelder zu inkludieren, die ansonsten wenig Sichtbarkeit erfahren.
Ziel des Projektes ist es, neben Ableitungen für weitere Forschungen die Ergebnisse in begrenztem Rahmen in Form von Lehrmaterialien auch für die hochschulische Lehrpraxis zugänglich zu machen und so nachhaltig den Zugang zukünftiger wissenschaftlicher Generationen zum Themenfeld der feministischen Friedensforschung zu erleichtern.
Feminist foreign policy, the UN agenda “Women, Peace and Security”, gender-based violence in war, women’s rights as human rights – current political challenges underscore the relevance of the range of topics addressed by feminist peace studies. The topics, however, continue to be marginalized in the scientific mainstream, as the report of the German Council of Science and Humanities on the further development of peace and conflict studies in Germany (2019: 72) makes clear.
Nevertheless, feminist peace and conflict studies in German-speaking countries have undergone a remarkable development over the past three decades. The aim of this project is to systematically survey the current state of research in form of a synthesis study and thus contribute to its strengthening. With a view to the internationalization, interdisciplinarity and networking called for by the German Council of Science and Humanities (ibid.), the project aims to achieve the following:
The systematic survey and comparison with international discourse highlights specifics in German-speaking countries, but also identifies gaps. The approach of the systematic review also makes it possible to include topics that would otherwise receive little visibility.
The aim of the project is to use the findings to inform further research and to make the results accessible to a limited extent in the form of teaching materials for use in higher education, thus sustainably facilitating access to the field of feminist peace research for future generations of academics.
Aktuelle Dynamiken politischer Intervention von ‚Rechts‘