Auf dem Bild ist das Logo der Stiftung in klein abgebildet.Non-violent uses of arms

Projektleitung: Dr. Daniel Stahl, Arbeitskreis Historische Friedens- und Konfliktforschung (AKHF)
Projekttyp: Tagungsprojekt (Förderbereich 2: Vernetzung und Wissenstransfer)
Fördersumme: 10 Tsd. Euro
Veranstaltung: Köln, 19.-20. November 2026

Zusammenfassung

Nichtgewaltsamer Einsatz von Waffen
Geschichte und Dynamik von Frieden und Konflikt

Am 19. und 20. November 2026 findet die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für historische Friedens- und Konfliktforschung (AKHF) statt, die in Zusammenarbeit mit dem Cologne Center for Advanced Studies in International History and Law at the University of Cologne an der Universität zu Köln organisiert und von der Deutschen Stiftung Friedensforschung gefördert wird. Die Tagung befasst sich mit dem nichtgewaltsamen Einsatz von Waffen in innerstaatlichen und internationalen Konflikten seit dem späten 19. Jahrhundert. Der Begriff „nichtgewaltsamer Einsatz“ bezieht sich auf jeden Einsatz, der keinen körperlichen Schaden verursacht. Inwiefern hat der gewaltfreie Einsatz von Waffen zur Eskalation von Konflikten beigetragen? In welchen Konfliktsituationen wurde dieser Ansatz als Mittel zur Friedenssicherung präsentiert? Die Auseinandersetzung mit diesen Fragen trägt zu einem umfassenderen Verständnis der Rolle von Waffen in Friedens- und Konfliktdynamiken bei. Waffen nehmen in vielen Bereichen der Geschichtsforschung einen hohen Stellenwert ein, spielen jedoch als Gegenstand historischer Untersuchung selbst eine erstaunlich marginale Rolle. Die Konferenz regt dazu an, einen Ansatz zu erproben, der den Einsatz und die Auswirkungen von Waffen als einen sozial konstruierten Prozess analysiert, in dem politische, soziale und technologische Faktoren zusammenwirken.

Abstract

Non-violent uses of arms
Histories and dynamics of peace and conflict

On November 19 and 20, 2026, the annual conference of the German Association for Historical Peace and Conflict Studies (AKHF) will take place, organized in collaboration with the Cologne Center for Advanced Studies in International History and Law at the University of Cologne and funded by the Deutsche Stiftung Friedensforschung. The conference examines the nonviolent use of weapons in both domestic and international conflicts since the late 19th century. The term “non-violent use” refers to any use that does not cause physical harm. How has the non-violent use of weapons contributed to the escalation of conflicts? In which conflict situations has this approach been presented as a means of securing peace? Examining these questions contributes to a more comprehensive understanding of the role of weapons in peace and conflict dynamics. Weapons are very prominent in many fields of historical research, yet they themselves play a surprisingly marginal role as an object of historical inquiry. The conference encourages the exploration of an approach that analyzes the use and impact of weapons as a socially constructed process in which political, social, and technological factors interact.